Aufnahme

Informationen zur Aufnahme

Sozialrechtliche Voraussetzung


Die Kostenübernahme durch den jeweilig zuständigen Bezirk erfolgt auf der Basis des SGB XII, § 53 im Rahmen der Eingliederungshilfe. Als Voraussetzung ist ein Antrag gemäß dem Gesamtplanverfahren (§ 58 SGB XII) notwendig, mit Sozial- und Arztbericht sowie Sozialhilfeantrag. Die Aufnahme kann dann nach telefonischer Kostenzusage durch den Bezirk erfolgen.

 

Indikationen


Das „Haus Wartenberg“ steht als soziotherapeutisches Zentrum offen für chronisch mehrfach beeinträchtigte Alkohol- und Medikamentenabhängige (CMA) (Steingass, 2003) sowie für Menschen mit Doppeldiagnosen, d.h. die an chronischem Alkoholismus und gleichzeitig z.B. an einer psychotischen Störung, oder an einer depressiven, Angst- oder Persönlichkeitsstörung leiden.
 Die baulichen Voraussetzungen des „Haus Wartenberg“ machen auch die Aufnahme von körperbehinderten chronischen Alkoholkranken möglich, so dass praktisch keine in der Folge von oder in Verbindung mit chronischem Alkoholismus auftretende Behinderung oder Nebendiagnose ein Ausschlusskriterium darstellt.

Formales

Formale Voraussetzung ist (in der Regel) die Kostenzusage des für den jeweiligen Interessenten zuständigen Bezirks, oder (im Ausnahmefall) eine schriftliche Vereinbarung für Selbstzahler.
Zur Aufnahme muss der künftige Bewohner entgiftet sein. Akute Suizidalität und akute psychotische Phasen sind Ausschlusskriterien

Verweildauer

Im Übergangsbereich ist ein Aufenthalt von mindestens 1 Jahr sinnvoll. Bei direkt vorausgehenden Therapien können auch kürzere Zeiträume festgelegt werden.
Für den Langzeitbereich beträgt die Mindestdauer 2 Jahre und kann bei gegebener Indikation und Kostenzusage verlängert werden